Homepage 360-Grad-BeurteilungErfolgsfaktoren der 360-Grad-Beurteilung

 

Erfolgsfaktoren der 360-Grad-BeurteilungDie 360-Grad-Beurteilung hat wesentliche Vorteile gegenüber traditionellen Feedback-Systemen und dem Assessment Center, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllt.

 

An erste Stelle kommt die Anonymität. Bei der ersten Durchführung einer 360-Grad-Beurteilung sind die Teilnehmer relativ zurückhaltend und vorsichtig, weil sie nicht wissen, ob die Antworten tatsächlich anonym behandelt werden. Sie müssen wiederholt diese Erfahrung machen, bevor sie es glauben. Deswegen darf man von der ersten Aktion nicht zu viel erwarten.

 

Wichtig ist auch, dass der Vorgesetzte die Ergebnisse der 360-Grad-Befragung mit seinen Mitarbeitern bespricht und deutlich macht, was er konkret in Zukunft anders machen will (und was nicht). Sonst werden Erwartungen geweckt, die er nicht erfüllen kann. Außerdem sollte er deutlich machen, wie er die Ergebnisse und einzelne Aussagen interpretiert, damit keine Missverständnisse entstehen.

 

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist die Ableitung der zu bewertenden Kompetenzen aus den Unternehmenszielen, damit jeder Mitarbeiter weiß, welchen Beitrag er konkret zur Realisierung der Unternehmensziele leisten kann. Dabei ist es wichtig zu betonen, dass eine Kompetenz nur in Bezug auf die Unternehmensziele sinnvoll definiert werden kann - oder anders ausgedrückt: Ohne Ziele kann praktisch jede Kompetenz eine Stärke oder eine Schwäche darstellen. Deswegen empfehlen wir die Erarbeitung eines persönlichen Entwicklungsplans zur Umsetzung der Ergebnisse einer 360-Grad-Beurteilung von Führungskräften (Beispiel - pdf download).

 

 

Feedback zur Beurteilung von Umsetzungskompetenzen

 

Abb. 4: 360 Grad Beurteilung: Selbst- und Fremdbild der Umsetzungskompetenzen

 

Für den Erfolg einer 360-Grad-Beurteilung sollte den Beteiligten klar sein, dass es stets um die Einschätzung von Verhaltensweisen in Kombination mit  Charaktereigenschaften, ethischen Einstellungen (zum Beispiel menschliche Reife) geht, die eine große Vorhersagekraft (prognostische Validität) haben. Verhalten ist nur schwer veränderbar. Und wenn ihm bestimmte Persönlichkeitsmerkmale entgegen stehen, kann man sich die Mühe und das Geld sparen. Zum Thema menschliche Reife empfehlen wir unseren neuen Persönlichkeitstest unter folgender Adresse (Link) Persönlichkeitstest.

 

Eine Veränderung „des Menschen“ oder der Persönlichkeit ist wirtschaftlich nicht sinnvoll und ethisch äußerst fragwürdig. In dieser Hinsicht gilt die Metapher, wonach man einem Huhn durchaus das Klettern auf Bäume beibringen kann – es ist aber wesentlich sinnvoller, für derartige Aufgaben ein Eichhörnchen zu engagieren. Mit anderen Worten: Will man einen Menschen verändern, provoziert man Frustration und Widerstand.